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Ein Grabfeld für Unbedachte – Umweltausschuss stimmt zu

Datum: 09.07.2019  |  Alle Einträge zum Thema

Symbolbild Friedhof

Jeder Hennefer hat es verdient, in Hennef seine letzte Ruhe zu finden!

Der Christdemokrat und umweltpolitische Sprecher der CDU-Hennef, Peter Ehrenberg, hat gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen Sören Schilling und Dirk Busse ein Grabfeld für Unbedachte auf einem der großen Friedhöfe Hennefs beantragt.

Verstorbene ohne Angehörige werden derzeit im Auftrag des Ordnungsamtes bestattet. Hennefer Bürgerinnen und Bürger werden dann im 100 km entfernten Braubach bestattet, weil sich das Ordnungsamt eine anonyme Bestattung in Hennef nicht leisten kann. Die anonyme Beisetzung in Braubach kosten 200 Euro, die anonyme Beisetzung in Hennef kostet das Zwölffache, nämlich 2.560 Euro. In den letzten Jahren waren es max. 4 vier Bestattungen pro Jahr.

Im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz am brachte Ehrenberg den Antrag nun vor: „Als mich mein Kollege Dirk Busse über diesen Sachverhalt aufklärte, bin ich zunächst aus allen Wolken gefallen und konnte es gar nicht so recht glauben.“ Für die Antragsteller ist es nicht mit ihrem christlichen Glauben zu vereinbaren, das Hennefer, die in Hennef gelebt, gearbeitet und vor allem auch erhebliche Steuern bezahlt haben, aus Kostengründen in ein anderes Bundesland „verfrachtet“ werden, weil dort die „Pflicht-Beisetzung“ um das Zwölffache günstiger ist, als in Hennef.

Dirk Busse berichtet, dass das Krematorium in Braubach mit Sicherheit einen guten und gewissenhaften Job macht, aber das Problem ist, dass man dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht hinkommt. Und wenn man es dann geschafft hat, dann findet man die Ruhestätte nicht, weil sie eben anonym und damit „namenlos“ ist.

Die Ausschussmitglieder der anderen Fraktionen im Umweltausschuss spürten, dass der CDU dieses Thema sehr am Herzen liegt und unterstützen den Antrag einstimmig. „Jeder Hennefer hat es verdient, auch in Hennef seine letzte Ruhe zu finden, egal ob er arm oder reich ist und auch unabhängig davon, ob der Verstorbene am Ende seiner Tage jemanden hatte, der alles für ihn in seinem Sinne organisiert hat!“, waren sich alle Politiker im Ausschuss einig.

Da die Christdemokraten auch stets die angespannte Haushaltslage im Blick haben, unterbreitete Ehrenberg dem Leiter des Umweltamtes den Vorschlag  zunächst zu prüfen, welche würdigen Möglichkeiten die Stadt Hennef hat.

Ehrenberg, der vor der Sitzung auch noch die Zustimmung der katholischen- und auch der evangelischen Kirchengemeinde in Hennef einholte, unterbreitete folgende Möglichkeiten: Eine pflegefreie Rasenurnenbestattung mit einer Stehle wo z.B. zweimal im Jahr die Namen der Verstorbenen ergänzt werden oder ein Gemeinschaftsurnengrab, wie es schon einige im Hennefer Stadtgebiet gibt.

„Uns ist es wichtig, dass die Hennefer Bürger eine würdige Ruhestätte erhalten, das sind wir unseren Mitbürgern schuldig“, so der Hennef CDU-Politiker und Bestatter Dirk Busse.

 

 



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