
Hennefpartei – Wirtschaft ist unsere Kernkompetenz
Wirtschaftsförderung muss Chefinnensache werden!
Die Wirtschaftsförderung steht im Mittelpunkt unserer Strategie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und muss daher als Chefinnensache betrachtet werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Bürgermeisterin als Verwaltungschefin das Thema aktiv an sich zieht und die Akquise von Gewerbetreibenden zu einer Hauptaufgabe erklärt.
Reaktives Warten auf potenzielle Investoren reicht nicht aus; stattdessen muss die Stadt proaktiv auf Messen, in Verbänden und durch gezielte Ansprache auf potenzielle Gewerbetreibende zugehen. Nur so können wir die Attraktivität unserer Region steigern und neue Impulse für die Wirtschaft setzen. Dies kann nicht nur neue Arbeitsplätze nach Hennef ziehen, sondern auch die finanzielle Situation der Stadt durch steigende Gewerbesteuern verbessern.


Innenstadt aufwerten
Ein zentraler Aspekt unserer Wirtschaftsstrategie ist die interdisziplinäre Aufwertung der Innenstadt. Hierbei gilt es, ein attraktives Umfeld zu schaffen, das sowohl lokale Unternehmen, als auch Besucherinnen und Besucher anspricht. Die Förderung von Veranstaltungen, kulturellen Angeboten und eine ansprechende Gestaltung der öffentlichen Räume sind wesentlich, um die Attraktivität unseres Zentrums zu steigern. Es gilt, Synergien zwischen Handel, Gastronomie und Kultur zu schaffen, um ein lebendiges Zentrum zu fördern, das sowohl für die Henneferinnen und Hennefer als auch für Touristen ansprechend ist. Hierzu bedarf es eines ganzheitlichen städtebaulichen Ansatzes, um Fehlentwicklungen anzuhalten und einen Neustart für die Hennefer Innenstadt zu schaffen.
Vorhandene Gewerbeflächen optimal nutzen – neue Gewerbeflächen schaffen
Der Ausbau von Gewerbegebieten ist ein weiterer Schwerpunkt unserer wirtschaftlichen Agenda. Neue Gewerbeflächen wie das Gewerbegebiet Kleinfeldchen sowie der Bereich Uckerath-Mendt müssen zügig entwickelt werden, während gleichzeitig bestehende Flächen nachverdichtet und strukturiert werden sollten.
Auch brachliegende Flächen im Hennefer Zentrum, insbesondere entlang der Bonner Straße, müssen kritisch überprüft werden, um abzuwägen, ob sie für neue kleinräumige Gewerbeparks oder für den Wohnungsbau genutzt werden können. Eine differenzierte Betrachtung dieser Fragen ist unerlässlich, um ein ausgewogenes wirtschaftliches und soziales Gefüge zu gewährleisten. Ebenso muss das Gewerbegebiet Hennef West betrachtet werden, ob hier Flächen besser genutzt werden können.

Verlässlich an der Seite des Handwerks
Das Handwerk ist ein tragender Pfeiler unserer lokalen Wirtschaft in Hennef. Es hält Hennef am Laufen – Tag für Tag, zuverlässig, vor Ort. Ob beim Hausbau, der Reparatur, dem Kundendienst oder der Versorgung mit regionalen Produkten: Handwerksbetriebe sind auf funktionierende Mobilität und eine gute Erreichbarkeit angewiesen.
Deshalb setzen wir uns für eine verlässliche, handwerksfreundliche Verkehrsplanung ein. Dazu gehören ausreichend Ladezonen, Stellplätze für Handwerksfahrzeuge und freie Zufahrten – besonders in der Innenstadt. Denn wer mit voll ausgestatteten Fahrzeugen unterwegs ist, braucht praxisnahe und alltagstaugliche Lösungen. Verkehrsplanung darf nicht am Handwerk vorbei gestaltet werden, sondern muss gemeinsam mit den
Betrieben entwickelt werden.
Handwerksbetriebe brauchen Platz, daher müssen bestehende Gewerbeflächen geschützt und neue bedarfsgerecht ausgewiesen werden. Dazu sollten Vertreter des Handwerks bei Planungen frühzeitig eingebunden werden. Eine Verdrängung von Handwerk durch Wohn- oder Büronutzung darf nicht stattfinden. Eine moderne Verwaltung hilft auch dem Handwerk. Bau- und Genehmigungsverfahren sollten vereinfacht und digitalisiert werden. Weniger Bürokratie und mehr Effizienz. Nur so sichern wir die Leistungsfähigkeit
unserer Stadt – für alle Bürgerinnen und Bürger.
Neue Arbeitsformen stärken
Im Hinblick auf die sich wandelnden Arbeitsformen werden wir die Einrichtung von Co-Working-Spaces in leerstehenden Ladenlokalen in Hennef vorantreiben. Diese Gemeinschaftsbüros bieten Freiberuflerinnen und Freiberuflern, Selbstständigen sowie Start-Ups, aber auch Bürgerinnen und Bürgern ohne ein eigenes Home-Office-Büro die Möglichkeit, kostengünstig Räumlichkeiten zu teilen und vom kreativen Austausch zu profitieren. Durch die Förderung solcher innovativer Arbeitsmodelle schaffen wir nicht nur neue Arbeitsplatzmöglichkeiten, sondern stärken auch die lokale Wirtschaft und erhöhen die Attraktivität für Unternehmen.

Freizeittourismus sowie Kongress- und Tagungstourismus ausbauen
Ein besonderes Augenmerk legen wir auf den Freizeittourismus, der sich nach der Corona-Pandemie nachhaltig etabliert hat. Unsere Region um das Siegtal und die Stadt Blankenberg ziehen zunehmend Tages- und Wochenendgäste an. Um diese Besucherzahlen weiter zu steigern, müssen wir attraktive Angebote ausbauen und die Hennefer Gastronomie unterstützen. Eine digitale „Tourist Card“, die den Zugang zu lokalen Sehenswürdigkeiten und die Nutzung des ÖPNVs einschließt, könnte hierzu
einen wertvollen Beitrag leisten. Darüber wollen wir die Ansiedlung eines Tagungshotels planerisch in Angriff nehmen, um die Vorteile der unmittelbaren Nähe zu den Geschäftszentren in Köln und Bonn zu nutzen und somit auch den Kongress- und Tagungstourismus aktiv zu fördern.
Wochenmarkt stärken und Abendmarkt beleben
Eine weitere Maßnahme zur Aufwertung der örtlichen Wirtschaft ist die Stärkung des Wochenmarktes sowie die Einführung eines neuen Abendmarktes, der auf unseren Antrag hin entsteht. Diese Initiativen tragen zur Belebung der Innenstadt bei und fördern die lokale Landwirtschaft sowie die Gastronomie. Indem wir ein vielfältiges Angebot schaffen, ziehen wir wieder mehr Besucherinnen und Besucher an und tragen zur wirtschaftlichen Stärkung der Region bei. Eine attraktive Nahversorgung kann auch Impulse für das übrige Gewerbe in der Innenstadt setzen.
Hierbei legen wir besonders Wert darauf, dass auf unserem Wochenmarkt auch Produkte aus unserer Anbauregion angeboten werden. Hier sollte die Wirtschaftsförderung in Kooperation mit dem Wochenmarktverantwortlichen mit Landwirtinnen und Landwirten aus dem Stadtgebiet Kontakt aufnehmen. Man sollte hier zunächst auf hohe Standgebühren verzichten, bis neue Verkäuferinnen und Verkäufer eine eigene Stammkundschaft aufgebaut haben.

Leerstände mit Landesmitteln bekämpfen
Um dem Problem steigender Leerstände entgegenzuwirken, wollen wir gezielt Landesmittel beantragen und einsetzen. Durch geeignete Fördermaßnahmen können wir nicht nur die Wiederbelebung leerstehender Immobilien vorantreiben, sondern auch innovative Projekte unterstützen, die den Charakter und die Attraktivität unserer Innenstadt stärken. Insgesamt sind diese Maßnahmen wesentliche Bestandteile einer integrierten Wirtschaftsförderung, die nicht nur kurzfristige Erfolge, sondern auch langfristige Perspektiven für unsere Region bietet. Nur durch gemeinsames Engagement und strategisches Handeln können wir die wirtschaftliche Zukunft unserer Städte erfolgreich gestalten.
Sie haben noch Fragen?
Wenden Sie sich einfach an unseren wirtschaftspolitischen Sprecher Sören Schilling.


