Ortsumgehung Uckerath nimmt Fahrt auf

5. Februar 2020 in Meldungen

Die OU Uckerath rückt weiter in greifbare Nähe: Die Stadt Hennef wird die weitere Planung für die Ortsumgehung der B 8 in Uckerath nun für den Landesbetrieb Nordrhein-Westfalen selber erarbeiten und koordinieren. Diese Nachricht konnten unser Landrat Sebastian Schuster, unser Bürgermeister Klaus Pipke und unser Landtagsabgeordneter Björn Franken von einem Gespräch im Verkehrsministerium in Düsseldorf mitbringen. Die drei Interessenvertreter der Hennefer Bürgerinnen und Bürger waren am 30. Januar zu Besuch bei Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte, der die Unterstützung des Verkehrsministeriums zusicherte. Mit von der Partie war auch der Landrat des Kreises Altenkirchen Dr. Peter Enders.

„Das ist ein wichtiger Schritt. Die Ortsumgehung ist keine ferne Utopie mehr, das Licht am Ende des Tunnels wird langsam sichtbar. Natürlich wird es bis zu einem Spatenstich noch etwas dauern, aber nach diesem einvernehmlichen Treffen ziehen wir alle an einem Strang und können die weitere Planung mit einem konkreten Ziel vor Augen angehen. Das werden wir in Hennef gerne federführend steuern – mit der wichtigen Unterstützung des Verkehrsministeriums. Der nächste Schritt wird ein Treffen auf Arbeitsebene sein, das in Kürze im Verkehrsministerium stattfinden soll.“, freut sich Klaus Pipke.

Auch Landrat Sebastian Schuster ist sehr froh, dass alle nun mit der Landesregierung in Düsseldorf einen Weg der Umsetzung für den Bau der Ortsumgehung Uckerath gefunden haben. „Wichtig ist, dass wir hier Hand in Hand arbeiten!“

Der stellv. Bürgermeister und Uckerather Ratsmitglied Thomas Wallau kennt die Diskussionen schon seit Jahren. „Wir haben immer für die OU gekämpft, auch wenn es immer wieder für eine Realisierung sehr schlecht aussah. Wir haben uns hiervn jedoch nie unterkriegen lassen und sind weiter am Ball geblieben. Ich freue mich auch die Initiative in Rheinland-Pfalz. Sie zeigt, dass die Ortsumgehung keineswegs nur ein Hennefer Thema ist, sondern ein überregionales und der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung einer ganzen Region zugutekommt.“

 

Schafe als Pfleger städtischer Wiesen

6. Juli 2020 in Meldungen

Mit dem Antrag die Wiesen der Stadt Hennef, wo möglich, von Schafen beweiden zu lassen, wendet sich die CDU-Fraktion an die Stadtverwaltung. Die Stadt Hennef hat viele Streuobstwiesen mit mehreren hundert Obstbäumen, außerdem viele weitere Wiesen und Ausgleichsflächen.

„Diese Wiesen könnten von heimischen Schäfern und ihren Herden beweidet werden.“, so Peter Ehrenberg, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Hennef.

Hierdurch würden die Schäfer, gerade in Zeiten des Klimawandels, Futter für ihre Tiere finden. Außerdem würde der Artenreichtum durch die schonende Beweidung mit Paarhufern, anstelle der Mahd mit Maschinen, erhalten und sogar gefördert. Schafe zertreten kaum Wildkräuter und verdichten den Boden nicht, sondern düngen die Wiese mit ihren Ausscheidungen und transportieren über ihre Wolle Samen von einer Wiese zur nächsten. Außerdem lassen sie bestimmte Kräuter stehen, sodass Schutzräume für Insekten erhalten bleiben.

„Mit unserem Antrag möchten wir sowohl die Hennefer Schäfer unterstützen, als auch artenreiche Wiesen mit Wildblumen und Kräutern fördern, die wiederum Bienen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten“, erklärt Christoph Laudan, Sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion.

Cannabis – Harmloser Spaß oder gefährliche Droge?

3. Februar 2020 in JU

Podiumsdiskussion der Jungen Union Hennef

Die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis ist vielerortsein präsentes Thema. Die Junge Union Hennef (JU) lud vor diesem Hintergrund zu einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion ein. Referent Dr. Peter Cremer-Schaeffer (Autor des Buches: „Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte“) fesselte mit seinem Vortrag rund 30 Interessierte und gab einen komplexen Themenüberblick.

Cremer-Schaeffer stellte in seiner Präsentation dar, dass Cannabis nicht nur als Rauschmittel, sondern auch als industrieller Rohstoff verwendet wird. Darüber hinaus nutzten es schon die Chinesen vor 4000 Jahren als Heilmittel und heutzutage wird es als Arzneimittel insbesondere im Rahmen der Behandlung neuropathischer Schmerzen verwendet, aber auch zur Therapie von Appetitlosigkeit, Spastik sowie bei Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie. Jedoch erst 2005 wurde Cannabis zum Arzneimittel erklärt, wobei damals die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen wurden, Ärzte keine Verantwortung für die Behandlung trugen und die Qualität des Stoffs durch vielfachen Eigenanbau nicht gesichert war. Erst durch eine Gesetzesreform im Jahr 2017 obliegt die Verantwortung für die Therapie den Ärzten, welche das mittlerweile qualitativ gesicherte Arzneimittel in begründeten Einzelfällen verschreiben dürfen, jedoch erst dann, wenn es keine Therapiealternativen gibt.

Cremer-Schaeffer betonte die negativen Folgen des Cannabis, die insbesondere auf den Inhaltsstoff THC zurückzuführen sind, der nicht nur für Entspannung sorgt, sondern zu Wahrnehmungsstörungen bis hinzu Psychosen führen kann. Außerdem betonte er die negativen Auswirkungen auf die hirnorganische Entwicklung im Kinder- und Jugendalter.

Erschrocken reagierte das Publikum auf die rasant steigende Zahl jugendlicher Konsumenten. So konsumierten im Jahr 2018 in Deutschland 24 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen mindestens einmal Cannabis. Im gleichen Jahr missbrauchten 309.000 der 15- bis 25-Jährigen die illegale Droge, die gleiche Zahl litt sogar unter einer Abhängigkeit, was zu einer stetig steigenden Zahl der stationären Behandlungen führt.

Im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion debattierten neben Cremer-Schaeffer, der Polizist Dirk Mikolajczak und Finn Thaysen von der JU Köln. Thaysen berichtete von einem Antrag der JU Köln zur Legalisierung von Cannabis als Genussmittel. In seiner Erläuterung ging er auf erforderliche staatliche Kontrollen ein und thematisierte aus dem geregelten Verkauf generierbare Steuereinnahmen, die dann in Präventionsmaßnahmen gesteckt werden könnten.

Auch der Vergleich zu legalen Rauschmitteln wurde in der Diskussion hergestellt. So birgt beispielsweise Alkohol ebenfalls gesundheitliche Risiken, trotzdem wird über dessen Verbot nie ernsthaft nachgedacht. Finn Thaysen sprach über „den Reiz, etwas Verbotenes zu tun“ und forderte daher: „Cannabis muss ähnlich verfügbar sein wie Alkohol“, um diesem Reiz entgegenzuwirken und somit das Verlangen nach Cannabis zu reduzieren.

Polizist Dirk Mikolajczak berichtete von seinen Erfahrungen aus dem Streifendienst, wo er sich häufig mit Konsumenten konfrontiert sieht, die straftätig werden. Zudem warnte er vor dem Autofahren unter Drogeneinfluss und erläuterte die resultierenden Strafen.

Zum Abschluss der Diskussion waren sich alle Podiumsgäste einig, dass es ein gemeinsames Ziel sein sollte, aktiv Aufklärung zu betreiben und den Konsum von Suchtmitteln zu verringern, um die Gesundheit auch längerfristig zu schützen.