Haushalt des Bürgermeisters ohne Vision – CDU wendet Schlimmeres ab

10. Dezember 2024 in Meldungen

„Wir bedauern sehr, dass Bürgermeister Mario Dahm eine echte Konsolidierung des Haushaltes vermieden hat und die Ursachen für die finanzpolitische Misere stets bei anderen sucht – den „Schwarzen Peter“ bekommen wahlweise Bund, Land oder die ehrenamtliche Kommunalpolitik zugeschoben“, fasst Sören Schilling, CDU-Fraktionsvorsitzender, die Lage zusammen. 

Vor allem ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker haben nur begrenzt Möglichkeiten einen Haushalt zu korrigieren. Es ist die originäre Hauptaufgabe des Bürgermeisters als Chef der Verwaltung einen Haushalt sauber aufzustellen und die Strukturen leistungsfähig auszugestalten. 

„Diese Chance wurde wieder einmal vertan. Zeit für einen echten Kurswechsel in Hennef!“ 

Auch in diesem Jahr hat der Bürgermeister die finanzpolitische Verantwortung an Bund und Land abgeschoben. Der Ruf nach ständig neuem Geld greift aber zu kurz. Denn: dieses Geld fällt auch nicht vom Himmel, sondern es kommt aus Steuermitteln und daher letztlich von den Bürgerinnen und Bürgern. Ein wesentliches Problem sehen wir in zu schnell wachsenden Aufwendungen. Sind die Aufwendungen in Hennef in den letzten fünf Jahren um 38% angestiegen, waren es in Rheinbach und Sankt Augustin nur 25 oder 27%. Es besteht also ein Ausgabenproblem. 

Trotzdem bleibt die CDU auch für den kommenden Doppelhaushalt 2025/2026 verlässlich und hat nach intensiven Beratungen dem Haushalt in der Sitzung des Rates zugestimmt. 

Die Zustimmung zum Haushalt erfolgte letztlich und allein aus der Verantwortung heraus, eine finanzielle Hängepartie zu vermeiden. „Eine Stadt braucht einen genehmigten Haushalt, um vernünftig arbeiten zu können. Als größte Fraktion und als Teil der Kommunalen Selbstverwaltung ist es unsere Aufgabe, trotz unmöglichster Rahmenbedingungen zähneknirschend  den Weg für einen Haushalt zu bereiten“, so Sören Schilling. 

Auch wenn sich der Bürgermeister und seine SPD-Fraktion rühmen, die Haushaltssicherung verlassen zu haben: ohne eine finanzielle Kehrtwende sind wir stehenden Fußes wieder in der Haushaltssicherung. 

„Im Rathaus braucht es wieder Entscheidungsfreude, betriebswirtschaftliche Kompetenz und den Willen auch unbequeme Einschnitte im eigenen Hause vorzunehmen! An der Spitze des Rathauses sehen wir diesen Willen derzeit nicht,“ betont Schilling weiter. 

Trotz dieser desaströsen Ausgangslage konnten wir auch einige Themen im Haushalt verankern:

  • Die vorgesehene Grundsteuer B in Höhe von 899 Punkten konnte durch unsere Initiative auf 882 Punkte abgesenkt werden. 
  • Wir unterstützen die Vereine durch die Erhöhung von Pflegekostenzuschüssen. 
  • Wir haben Mittel eingestellt, um ein Projekt zur Revitalisierung der Gewerbegebiete Hennef-West zu starten.
  • Die Gelder für Straßeninstandhaltungen wurden wieder moderat aufgestockt. 
  • Durch unterjährige Einsparungen in den Stadtbetrieben soll eine Unterstützung von Veranstaltungen sowie der Werbegemeinschaft geprüft werden. 

Leider konnten wir, aufgrund der Ablehnung von SPD und Grünen, noch keine Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft zur Belebung der Innenstadt durchsetzen. Die Stärkung des Gewerbes und der Innenstadt müssen jedoch im Fokus stehen! Die bisherige Politik in Kombination mit hohen Parkgebühren ist sicher kein Standortvorteil.

Auch wird mehrheitlich an der Radstation festgehalten, dessen Investitions- und Folgekosten weiter unklar sind. Wir brauchen keine Leuchtturmprojekte, sondern gute und schnell realisierbare Fahrradabstellanlagen. 

Auch in den kommenden Monaten werden wir uns für die Belange der Henneferinnen und Hennefer, von Jung bis Alt, einzusetzen!

 

Landrat Sebastian Schuster zu Gast bei der Mittelstandsunion in Hennef

8. Dezember 2024 in MIT

Landrat Sebastian Schuster war am 27.11.2024 zu Gast bei der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU in Hennef.
Der seit 10 Jahren amtierende Landrat wird auch im Jahr 2025 erneut zur Wahl kandidieren. In seinem Vortrag legte er die Schwerpunkte auf die Themen stabile Finanzen, Nachhaltigkeit und Mobilität. Themen, die alle Bürger, vor allem aber auch die die Mittelständler interessieren, die durch steigende Gewerbesteuern sowie den ständig steigenden Verkehr belastet werden. Hier zeigte er gemeinsam mit dem Bürgemeisterkandidaten der CDU Hennef, Dirk Busse, Lösungsansätze und Verbesserungspotenzial auf.
Moderiert wurde der Abend von Thomas Wallau.
Michael Kremer, Vorsitzender der MIT Hennef, zeigte sich erfreut über die gelungene Veranstaltung kurz vor Beginn des kommenden Wahljahres.
„Gemeinsam mit der CDU wollen wir für eine Politik eintreten, die die Belange der Wirtschaft und des Mittelstandes beachtet und Wertschöpfung in Deutschland nicht verhindert“ so Michael Kremer.

 

Beteiligung zum Schulcampus nicht vernachlässigen

5. Dezember 2024 in Meldungen

Gestern wurde im Planungsausschuss eine sogenannte Rahmenplanung für den Schulcampus vorgelegt. Die Rahmenplanung ist ein grober Plan, der verschiedene Maßnahmen und Handlungsfelder im Schulcampus vorsieht, beispielsweise Öffentlichen Nahverkehr, Rad-, Fuß- und KfZ-Verkehr, Parkraum, etc.

Wir haben dieser Rahmenplanung heute noch nicht zugestimmt. Warum? In der Ausschusssitzung im Februar wurde zu diesem Thema durch den Bürgermeister und die Verwaltung zugesagt, eine nochmalige Beteiligung der Schulen und Anlieger durchzuführen. Die Beteiligung der Schulen wurde im Juni durchgeführt – die Beteiligung der Anlieger nicht. Wir haben – insbesondere wegen der Belastungen in der Königsstraße – diese Beteiligung erneut eingefordert. Bürgermeister Dahm antwortete hierauf schlicht, dass dies nicht gemacht wurde, man aber auch von einer Beteiligung keine neuen Erkenntnisse erwarte.

Dies ist für uns – insbesondere vor dem Hintergrund der bisherigen intensiven Beteiligung – nicht akzeptabel gewesen.

„Sich mit der Prämierung des Projekts und der Beteiligung zu rühmen, dann aber die Beteiligung wegfallen zu lassen, ist schon eine bemerkenswerte Vorgehensweise des Bürgermeisters“,

betont der Fraktionsvorsitzende der CDU, Sören Schilling.

Wir haben daher vorgeschlagen die Beteiligung nachzuholen und die Rahmenplanung erneut im nächsten Ausschuss zu beraten. Dies wollten SPD und Grüne nicht, sodass wir dem Rahmenplan im Ausschuss nicht zugestimmt haben. Wir fordern die Verwaltung weiterhin auf, die Beteiligung nachzuholen.