Senioren Union Hennef im Rautenstrauch-Joest-Museum

1. August 2023 in Meldungen, SU

Am 15. Juni besuchte die SU Hennef in Köln das ethnologische Rautenstrauch-Joest-Museum,
übrigens das einzige seiner Art in NRW.
Schon von außen imponiert der architektonisch interessante Klinkerbau, der erst vor 13 Jahren in
der Cäcilien Straße seine Einweihung feierte. Das Museum als solches wurde schon 1906 eröffnet.
Den Grundstock dafür bildeten 3500 Objekte aus aller Welt. Diese hatte Adele Rautenstrauch 1897
von ihrem Bruder, dem wohlhabenden Forschungsreisenden Wilhelm Joest geerbt; er hatte sie von
seinen vielen Expeditionen mitgebracht. Um die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu
machen, schenkte Adele Rautenstrauch sie der Stadt Köln. Nachdem ihr Mann im Mai 1900
verstorben war, stiftete sie 250.000,– Reichsmark zum Bau eines Völkerkundemuseums mit der
Auflage, dass dieses neue Museum den Namen Rautenstrauch-Joest tragen solle. Gleichzeitig
stiftete sie sogar für 10 Jahre das Gehalt eines noch einzustellenden Museumsdirektors. Kurz vor
ihrem überraschenden Tod 1906 kündigte sie an, den Bau des Museums am Ubierring mit ihrem
eigenen Geld zu finanzieren. Ihre drei Kinder (ein Sohn war der Bauherr von Schloss Birlinghoven)
ließen den Bau dann auch auf Kosten der Familie errichten.
Bis heute steht das Haus in der Tradition der Bürgerschenkungen. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs
die Sammlung auf rund 700.000 Objekte aus Ozeanien, Afrika, Asien und Amerika, so dass sie im
Haus am Ubierring gar nicht mehr entsprechend gewürdigt werden konnte und die Stadt den
neuen Bau in der Cäcilien Straße plante und realisierte.
Ethnologische Museen spiegeln in ihren Sammlungen die Begegnung mit anderen Lebenswelten
wieder. Sie bewahren und erforschen materielle Zeugnisse von Gesellschaften aus aller Welt und
wollen helfen, Vorurteile gegenüber fremden anderen Kulturen in das eigene Weltbild einzuordnen
und abzubauen.
Unsere Führung stand unter dem Motto „Wohnen, Glauben, Zugehörigkeit“. Diese Themen, die
uns Menschen verbinden und bewegen stehen im Mittelpunkt der ständigen Ausstellung. In einer
Stunde konnten uns die beiden sehr engagierten Führerinnen nur einen ganz kleiner Teil der
Exponate zeigen und erläutern, aber sie machte Lust, das Museum noch einmal auf eigenen Faust
zu besuchen. Auf den drei Etagen mit 3.500 qm gibt es noch sehr viel zu entdecken.
Mit der U-Bahn fuhren wir wieder zurück bis zum Brauhaus „Gaffel am Dom“, wo wir uns, wie
immer in Köln, vor der Heimfahrt stärkten. Die Bundesbahn kam pünktlich, so dass wir um 15:Uhr
in Hennef ankamen. Alle Teilnehmer waren sich einig, es war wieder ein schöner,
abwechslungsreicher Tag.
Malu Krawutschke

Erklärung zur aktuellen Diskussion

24. Juli 2023 in Meldungen

Aufgrund der aktuellen Diskussionen möchten Angelina Keuter für den CDU Stadtverband und Sören Schilling für die CDU Fraktion feststellen:

Wir lehnen jedwede Zusammenarbeit mit der AfD und allen weiteren nicht-demokratischen Vereinigungen auf allen politischen Ebenen kategorisch und entschieden ab – das gilt insbesondere für die kommunalpolitische Arbeit hier in Hennef.

Wir bekennen uns zum eindeutigen Beschluss des CDU-Bundesparteitags und zur Hennefer Erklärung, die wir 2016 intiiert und in 2021 erneuert haben. Diese Erklärung setzt auf Werte, die nicht mit einer Partei wie der AfD vereinbar sind, die rechtsextremes Gedankengut, Antisemitismus und Rassismus in ihren Reihen bewusst duldet.

Zu Besuch bei der Firma SOLARIS and more

23. Juli 2023 in MIT

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker hat die Hennef Firma SOLARIS and more GmbH im Rahmen ihrer Sommertour besucht. Mit dabei waren auch unser stellv. Vorsitzender, Christoph Laudan, sowie Michael Kremer, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hennef.

Das Unternehmen installiert Photovoltaik-Anlagen verschiedener Hersteller. Geschäftsführer Markus Bolle erläuterte sein Geschäftsprinzip: bei Solaris kommt alles aus einer Hand, eigene Dachdecker, Gerüstbauer, Installateure, Elektriker garantieren, dass die die komplette Wertschöpfungskette Hand in Hand abgedeckt wird. Das Team umfasst 120 Personen, davon 60 Monteure, die jeden Tag 6 komplette PV-Anlagen verbauen. Markus Bolle brennt für die Energiewende – seine Mission ist es, werthaltige und nachhaltige Produkte für den eigenen Solarstrom vom Dach zu verkaufen. Am liebsten dort, wo der Strom auch gleich für den eigenen Energiebedarf verbraucht wird!

Aber es wurden auch verschiede Problempunkte angesprochen: Wichtig wäre ein langfristig verlässliches Förderszenario, dass Kunden und Unternehmen gleichermaßen mehr Planungssicherheit geben würde, außerdem eine Reform des EEG-Vermieterstrom-Gesetzes, das den direkten Weiterverkauf von Solarstrom an Mieter absichert und berechenbar macht. Ausbildung und Qualifikationsstandards sollten überprüft werden, da passen bisherige Anforderungen oft nicht zur Praxis.

„Insgesamt wieder ein sehr interessanter Austausch zum Abschluss meiner Sommertour 2023. Ich danke Markus Bolle und seinem Team in Hennef für die vielen Informationen und wünsche weiterhin viel Erfolg!“, so Lisa Winkelmeier-Becker, Bundestagsabgeordnete für den rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis.

„Markus Bolle und sein Team sind mit ihrem zukunftsorientierten Unternehmen und ihrem Angebot eine Bereicherung für den Hennefer Mittelstand und die Region. Langfristig würden wir uns wünschen, dass die Voraussetzungen geschaffen würden, dass auch in dieser Branche junge Menschen ausgebildet werden können. So könnte auch ein Anreiz für die Hennefer Jugend geschaffen werden, in diesem interessanten Beruf zu arbeiten“, ergänzt Michael Kremer, Vorsitzender der Hennefer Mittelstands Union. 

Foto: René Schwerdtel