Straßenbeleuchtung soll nachts wieder durchgehend leuchten

3. September 2023 in Meldungen

Gemeinsam mit FDP und Unabhängigen haben wir uns gegen die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in Hennef ausgesprochen und die Wiedereinschaltung beantragt.

Die guten Gründe zur Einsparung von elektrischer Energie aufgrund von Stromausfallszenarien waren vor einem Jahr eine richtige Entscheidung. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist seitdem jedoch kontinuierlich gesunken.

Die negativen praktischen Erfahrungen und die Beeinträchtigung des subjektiven Sicherheitsgefühls betreffen insbesondere Frauen und ältere Menschen. Viele Menschen sind während der Nachtabschaltung aus beruflichen Gründen oder in ihrer Freizeit auch nach 23 Uhr bzw. 1 Uhr nachts im öffentlichen Raum unterwegs, z.B. um von der Arbeit oder einem abendlichen Konzertbesuch nach Hause zu gehen oder den Hund auszuführen.

Jeder sollte im öffentlichen Raum ein positives Grundgefühl haben können und jeder hat das Anrecht, sich frei bewegen zu können, ohne immer eine Taschenlampe dabei zu haben oder ein Taxi rufen zu müssen.

Die Beleuchtung der Straße und Vermeidung von Verwahrlosung gehören ferner kriminologisch zu den beiden Hauptfaktoren zur Vermeidung von Kriminalität, wie Einbrüchen oder Gewaltverbrechen, einer Kommune.

Die Energiesparmaßnahmen der Stadt Hennef dürften nicht auf Kosten der Sicherheit, des Sicherheitsgefühls und der Lebens- und Wohnqualität der Henneferinnen und Hennefer gehen. Kosten für die Einrichtung und die Beleuchtung werden über die Steuereinnahmen durch dieselben getragen, die Aufgabe einer umfassenden und ausreichenden Beleuchtung gehört zur Daseinsvorsorge einer kommunalen Verwaltung.

Durch eine zeitnahe Neuausschreibung des aktuellen teuren Strombelieferungsvertrages könne außerdem die finanzielle Auswirkung der Wiedereinschaltung begrenzt werden.

Wir sind uns dabei weiterhin der Verantwortung bewusst, dass wir mit elektrischer Energie sparsam umgehen müssen und Lichtverschmutzung zum Schutze der Natur ebenfalls reduzieren sollten. Unser Weg ist daher die Umstellung von konventionellen Leuchtmitteln auf LED beschleunigt, auch während des Betriebs der bestehenden Anlagen, voranzutreiben und direkt eine Präsenzmeldetechnik zu verbauen, damit Straßenlaternen nur im Bedarfsfall brennen.

Klimawandel & Landwirtschaft – MIT informiert sich erneut auf Bio-Bauernhof

21. August 2023 in Meldungen, MIT

Der Klimawandel ist in vollem Gange. Das Dürrejahr 2022 war der vierte viel zu trockene Sommer in den vergangenen 5 Jahren. Da stellt sich die Frage, wie sich die Landwirtschaft auf das immer extremer werdende Klima einstellt. Ein Thema, das auch der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Hennef und der CDU Hennef auf den Nägeln brennt.

Zum zweiten Mal besuchten die Mittelständler um ihren Vorsitzenden Michael Kremer daher den Hof des Bio-Bauern Bernd Schmitz in Hennef-Hanf, um sich darüber zu informieren, wie ein lokaler landwirtschaftlicher Betrieb mit diesen Herausforderungen umgeht. Schon bei ihrem Besuch im Jahr 2019 erlebten sie hautnah, welche Folgen die extremen Wetterlagen der Vorjahre unmittelbar vor Ort zeigten.

Auch Bauer Schmitz war und ist davon betroffen. Denn der Wassermangel hält unvermindert an. Waren die letzten Wochen auch im Vergleich zu den Vorjahren nicht ganz so trocken, fehlen dem Boden immer noch enorme Mengen Wasser. Denn die trockenen Böden können heftige Regenmassen nicht aufnehmen, kurz unterhalb der Oberfläche bleiben sie weiter staubtrocken. Eine Entwicklung, die Bio-Bauer Bernd Schmitz zu neuen Lösungen und Strategien greifen lässt, um mit Dürre, Hitze und Extremwetter umzugehen. So ist er dazu übergangen Kartoffelfelder mit viel mehr Mulchmaterial im Boden anzulegen. Damit kann sich Regenwasser sammeln und langsam in die Böden einsickern. Auch sonst setzt er auf umweltverträgliche Alternativen. Als Demeter-Bauer sät er zum Beispiel Dinkel mit viel größerem Abstand als üblich: der Dinkel trocknet in feuchten Wetterphasen schneller ab und so wird das Ausbreiten von Schimmelpilzen verhindert.

Dennoch verbleiben viele Probleme. Konnte er früher das Gras für die Fütterung seiner Milchkühe dreimal pro Jahr mähen, ist jetzt nur noch eine einmalige Mahd möglich. Um eine ausreichende Futtermenge zu erzielen, musste Schmitz die Grünlandflächen daher enorm vergrößern, da im Betrieb kein Mais angebaut wird, der bei Starkregen stark erosionsgefährdet ist.

Insgesamt sieht Schmitz die Lage weiterhin mit großer Sorge. “Um die anhaltende Trockenheit des Bodens zu beseitigen, müsste es ein ganzes Jahr durchregnen. Der Wasserverlust im Boden Deutschlands seit 2000 entspricht dem Inhalt des gesamten Bodensees“ erläuterte er anschaulich das Ausmaß des Problems. Für Schmitz und alle Landwirte jedenfalls eine besorgniserregende und existenzbedrohende Erscheinung. Sein Anliegen: jeder muss für den Klimawandel sensibilisiert werden.

Köln für Kölner – Kreuz und Quer durch Bickendorf

6. August 2023 in Meldungen, MIT

Im Rahmen des CDU Ferienprogrammes setzten die Hennefer Mittelständler ihre beliebte Ausflugs- und Vortragsreihe nach Köln fort.
In bewährter Weise präsentierte der renommierte Stadtführer Günter Leitner einen Stadtteil, den die meisten lediglich aus dem berühmtem Lied der Bläck Fööss kannten.
Dabei lässt sich die Geschichte Bickendorfs bis in die Zeit der Ubier zurückverfolgen, die den Stadtteil im Kölner Nordwesten schon besiedelten. Auch Spuren eines römischen Gutshofes wurden in Bickendorf gefunden.
Jedoch erst die Fertigstellung von Klostergütern im 13. Jahrhundert gilt als eigentlicher Anfang der heutigen Kölner Stadtteile Bickendorf und Ossendorf.
In der Zeit des Nationalsozialismus diente das „Zigeunerlager Köln-Bickendorf“ der Zwangsansiedelung und später der Deportation hunderter Menschen.
Architektonisch wurde Bickendorf in den 30er Jahren durch die sog. Rosenhof-Siedlung („Bickendorf ll“) geprägt, welche heute komplett unter Denkmalschutz steht.

Im Anschluss an die Führung kehrten die Hennefer im Bickendorf Hof ein.

Am Ende des gelungen Rundgangs präsentierten Günter Leitner und der MIT-Vorsitzende Michael Kremer bereits das Motto für das Jahr 2024.
Auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer wollen die Mittelständler Köln Kalk erkunden. Bezirksrathaus, Bürgerpark, Kalker Kapelle, Kalker Stadtgarten, Kalk-Karree, Klarissenkloster, Köln Arcaden, Odysseum, Polizeipräsidium, Sankt Marien, Sünner-Brauerei und Wasserturm – für Abwechslung wird auch nächstes Jahr gesorgt sein.