Lassen Sie Betrügern keine Chance – Prävention und Opferschutz

11. März 2026 in SU

Prävention stand im Mittelpunkt der Veranstaltung der Senioren Union Hennef am 03.03.2026 mit Frau Kriminalhauptkommissarin Katrin Schulze von der Kreispolizeibehörde Siegburg. Die Organisatorin der Veranstaltung, Frau Lydia Merx konnte an diesem Vormittag 32 Mitglieder und Gäste im Hennefer Pfarrzentrum St. Simon und Judas begrüßen. In ihren einleitenden Begrüßungsworten dankte sie der Referentin und den erschienenen Teilnehmern und wies eindringlich auf die Bedeutung der Thematik hin.

Trickbetrüger/innen versuchen täglich vor allem ältere Menschen auf vielfältige Weise am Telefon, per E-Mail, an der Haustür oder beim Einkaufen in ihre Fänge zu locken und Geld und Wertgegenstände zu ergaunern.

Wie Frau Schulze wortgewandt und anschaulich an aktuellen Fallbeispielen darzustellen wusste, sind die Betrüger/innen außerordentlich erfindungsreich u.a. im Vorgaukeln von Horrorszenarien oder angeblichen Notfallsituationen, um an das Vermögen der Mitbürger/innen zu gelangen. Die Folgen dieser Betrügereien sind in der Regel zum Teil erhebliche finanzielle Schäden für die Betroffenen. Eine Anzeige bei der Polizei und eine Fahndung nach den Tätern/innen ist in den meisten Fällen nicht erfolgreich. Umso wichtiger ist es, präventiv zu handeln, indem man die Methoden der Betrüger/innen  kennt und so einen Betrugsversuch erkennt.

Frau Schulze gab dann einige wertvolle Hinweise, wie man im Falle eines Betrugsversuches reagieren und sich so schützen kann und fasste dies in der Empfehlung zusammen: „Öffnen Sie Ihre Haustür nicht, sprechen Sie ggf. durch die geschlossene Tür oder durch einen mit einem Riegel gesicherten Türspalt. Lassen Sie niemanden, den Sie nicht gut kennen und dem Sie  nicht schon lange vertrauen, in Ihre Wohnung und sagen Sie NEIN, wenn jemand am Telefon oder online von Ihnen Geld verlangt oder an der Wohnungstür um ein Glas Wasser oder um Toilettenbenutzung bittet. Seien sie wachsam und misstrauig. Jede Höflichkeit ist hier fehl am Platze. Und rufen Sie die „110“, wenn Sie Zweifel haben.“

Zum Schluss der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer neben einigen wichtigen Tipps, wie und wo man als Betroffener eines Trickbetruges Rat und Hilfe erfahren kann, auch einen  Flyer der Polizei Rhein-Sieg-Kreis Siegburg, „Im Alter sicher leben“, der die wesentlichen Informationen zum Thema auf einfache und anschauliche Weise darstellt und in jeder Polizeidienststelle erhältlich ist.

Die anschließende angeregte Diskussions- und Fragerunde hat bestätigt, dass das Thema gerade für uns ältere Menschen von besonderer Bedeutung ist und dass die eindringliche Botschaft von Frau Schulze die Teilnehmer erreicht hat und sicherlich im Gedächtnis erhalten bleibt.

Dieser Vormittag in Pfarrzentrum St. Simon und Judas war hilfreich und überzeugend für den Umgang mit potenziellen Betrügern/innen.

Ein herzliches Dankeschön gilt besonders Frau Kriminalhauptkommissarin Katrin Schulze.

Lydia Merx / Heinz-Jürgen Leidolf

CDU-Fraktion fordert fundiertes Haushaltssicherungskonzept

9. Februar 2026 in Meldungen

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hennef sieht die finanzielle Lage der Stadt als äußerst ernst an, fordert jedoch zugleich eine sorgfältige und transparente Aufarbeitung der Ursachen. In der Ratssitzung zum Nachtragshaushalt 2026 hat sich die CDU daher – trotz Anerkennung der schwierigen Situation – bei der Abstimmung enthalten. Wenn ein Haushaltssicherungskonzept jedoch erst wenige Tage vor der Ratssitzung vorgelegt wird, ist es ehrenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker schlicht nicht möglich, ein solches zu beraten.

„Wir nehmen die Verantwortung für die Finanzen unserer Stadt sehr ernst. Aber Verantwortung bedeutet für uns nicht schlichtes Abnicken, sondern Hinschauen, Hinterfragen und konsequent Handeln“, betonte Fraktionsvorsitzender Sören Schilling.

Die CDU teilt die Einschätzung, dass steigende Sozial- und Jugendhilfekosten, der hohe Aufwand für Integration und Unterbringung von Geflüchteten sowie wachsende Personalkosten die kommunalen Haushalte massiv belasten – nicht nur in Hennef, sondern landes- und bundesweit. Zugleich sei deutlich geworden, dass die aktuelle Haushaltsentwicklung strukturelle Probleme offenlege, die Hennef erneut in die Haushaltssicherung führen könnten.

Kritisch bewertet die Fraktion insbesondere das vorgelegte Haushaltssicherungskonzept. Die vorgesehenen „Verbesserungen“ stammten zu großen Teilen aus externen Plananpassungen und Steuererhöhungen, nicht jedoch aus echter Konsolidierung. Zudem sei das Konzept in Teilen unvollständig und teilweise nicht konkret bezifferbar.
„Ein gutes Haushaltssicherungskonzept ist das zentrale Instrument, um die Stadt wieder auf einen soliden finanziellen Kurs zu bringen. Dafür braucht es Klarheit, Verlässlichkeit und Zeit zur seriösen Beratung – die Zeit blieb uns durch die extrem späte Einbringung des HSKs nicht“, so Schilling weiter.

Die CDU kündigt an, in den kommenden Monaten sämtliche Haushaltspositionen kritisch zu prüfen und eigene Vorschläge zur Konsolidierung zu erarbeiten. Auch Standards und Aufgabenbereiche sollen auf Effizienzpotenziale hin untersucht werden.

„Unser Ziel ist es, den Haushalt wieder in geordnete Bahnen zu bringen – mit durchdachten Maßnahmen, die langfristig wirken und die Bürgerinnen und Bürger nicht über Gebühr belasten“, heißt es abschließend aus der CDU-Fraktion.

Die gesamte Haushaltsrede finden Sie hier.

Grunwald erteilt SPD-Plänen zur Abschaffung von Haupt- und Realschulen klare Absage

9. Februar 2026 in Meldungen

Der Landtagsabgeordnete und CDU-Bildungspolitiker Jonathan Grunwald weist die Forderungen des NRW-SPD-Kandidaten Jochen Ott nach einer Abschaffung von Haupt- und Realschulen entschieden zurück. Der von Ott geforderte „radikale Umbau“ des nordrhein-westfälischen Schulsystems verkenne die Realität an den Schulen und gefährde bewährte Bildungswege.

„Die Abschaffung von Haupt- und Realschulen ist der falsche Weg. Diese Schulformen sind ein unverzichtbarer Bestandteil eines vielfältigen und leistungsfähigen Bildungssystems, das der Einzigartigkeit und Individualität unserer Kinder gerecht wird“, erklärt Grunwald, der auch Vorsitzender des Landesfachausschusses Schule und Bildung der CDU-Fraktion ist. Gerade in vielen Regionen Nordrhein-Westfalens leisteten Haupt- und Realschulen einen zentralen Beitrag zur Bildungsversorgung und zur Durchlässigkeit im System.

Mit Blick auf den sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel betont Grunwald die besondere Bedeutung praxisnaher Bildungsangebote: „Wir brauchen ein starkes und differenziertes Beschulungsangebot in der Sekundarstufe I, das junge Menschen gezielt auch auf die so wertvolle berufliche Ausbildung vorbereitet. Haupt- und Realschulen leisten hier seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit.“

Grunwald erinnert zudem daran, dass bereits heute alle Abschlüsse der Sekundarstufe I an Hauptschulen erworben werden können – vom Ersten Schulabschluss nach Klasse 9 über den Erweiterten Ersten Schulabschluss nach Klasse 10 bis hin zum Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife). „Diese Abschlüsse eröffnen alle weiteren Bildungswege – einschließlich der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen oder Berufskollegs. Wer etwas anderes behauptet, verunsichert Eltern und Schülerinnen und Schüler bewusst oder aus Unkenntnis.“

Die Vorstöße der SPD bewertet Grunwald daher deutlich kritisch: „Otts Rundumschlag gleicht einem hilflosen Verzweiflungsschlag. Er führt zu unnötiger Verunsicherung bei Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern und tritt das tägliche Engagement der tausenden Beschäftigten an Haupt- und Realschulen mit Füßen.“

Demgegenüber setze die CDU-geführte Landesregierung auf gezielte und substanzielle Reformen. „Mit dem Schulkompass 2030 und der Einführung vorschulischer ABC-Klassen stärken wir Chancengerechtigkeit und Bildungsqualität nachhaltig – ohne ideologische Experimente und ohne bewährte Schulformen zu opfern“, so Grunwald.

Abschließend warnt der CDU-Bildungspolitiker vor einem Rückfall in alte Denkmuster: „Gerade in Nordrhein-Westfalen haben ideologisch motivierte Schulversuche in der Vergangenheit großen Schaden angerichtet. Aus diesen Fehlern haben wir gelernt – Herr Ott offenbar nicht.“

Jonathan Grunwald