Städtisches Programm „Sicher im öffentlichen Raum“ soll dunkle und unsichere Angsträume im gesamten Stadtgebiet beseitigen – Unterführung an der Meys-Fabrik soll als erster Schritt auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden
Die CDU-Fraktion und die SPD-Fraktion im Hennefer Stadtrat haben gemeinsam einen Antrag zur Beratung im zuständigen Ausschuss eingebracht, mit dem die Sicherheit im öffentlichen Raum in Hennef spürbar verbessert werden soll. Kernstück des Antrags ist die Einführung eines gesamtstädtischen Programms „Sicher im öffentlichen Raum“, mit dem die Verwaltung beauftragt wird, dunkle, ungepflegte und als unsicher empfundene Bereiche im gesamten Stadtgebiet systematisch zu identifizieren und städtebaulich zu beseitigen.
Sicherheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sind der CDU-Fraktion und der SPD-Fraktion seit Langem ein zentrales Anliegen, das nun in einem konkreten Antrag überführt wurde. Im Mittelpunkt stehen dabei Faktoren wie Beleuchtung, Sichtbeziehungen, Sauberkeit, Gestaltung sowie soziale Kontrolle. Die Bürgerinnen und Bürger sollen über geeignete Formate, etwa Meldeplattformen oder Beteiligungsverfahren, aktiv in die Identifikation entsprechender Orte einbezogen werden.
Besonderes Augenmerk legt der Antrag auf Unterführungen, die aufgrund ihrer naturgemäßen Dunkelheit und oft schlechten Einsehbarkeit besonders häufig als Angsträume wahrgenommen werden – viele von ihnen liegen zudem auf Schulwegen. Im Rahmen des neuen Programms sollen Unterführungen im gesamten Stadtgebiet untersucht und so gestaltet werden, dass bei Tag und Nacht eine hohe Lichtstärke sowie eine helle, freundliche Gestaltung gewährleistet sind.
Als konkreter erster Schritt soll noch vor Umsetzung des Gesamtprogramms die Tunnelunterführung an der Meys-Fabrik durch die Stadtbetriebe auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden, ergänzt um eine tageslichtabhängige Schaltung. Die stark frequentierte Unterführung gilt wegen ihrer dunklen Gestaltung und schlechten Einsehbarkeit als besonders gefährdet: Zu Fuß Gehende werden dort, insbesondere im Zusammenspiel mit dem zusätzlichen Radverkehr, nicht ausreichend gesehen. CDU und SPD werten die fehlende Beleuchtung als akute Gefährdungssituation, die umgehend behoben werden müsse.
„Sicherheit und Aufenthaltsqualität in unserer Stadt sind Grundlage für ein lebenswertes Hennef: sichere und freundlich gestaltete Straßen, Plätze und Wege, gute Beleuchtung, helle Unterführungen, ein gepflegtes Stadtbild. Ein Hennef, in dem alle Generationen gerne leben und unterwegs sind. Eine Forderung, die die CDU im Fokus hat. Viele Menschen in Hennef meiden bestimmte Wege, weil sie sich dort unwohl oder unsicher fühlen – das ist ein deutliches Warnsignal.
Mit dem Programm ‚Sicher im öffentlichen Raum‘ schaffen wir einen dauerhaften Rahmen, um solche Bereiche im gesamten Stadtgebiet immer neu zu identifizieren und zu beseitigen. Für diesen Prozess gehen wir auch in einen intensiven Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern.“, sagt Sören Schilling, Fraktionsvorsitzender der CDU Hennef.
Die Unterführung an der Meys-Fabrik zeigt exemplarisch, worum es geht: Sie wird von vielen Kindern auf dem Schulweg und von zahlreichen weiteren Passantinnen und Passanten täglich genutzt, ist aber teilweise so dunkel, dass Menschen dort im Alltag schlicht übersehen werden. Das ist eine Problemlage, die CDU und SPD nicht länger hinnehmen wollten – deshalb machen sie sich dafür stark, hier schnell und unabhängig vom Gesamtprogramm zu handeln.“
„Sicherheit im öffentlichen Raum betrifft uns alle. CDU und SPD sind sich einig, dass die Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum eine gesamtstädtische Aufgabe ist, die dauerhaft und über einzelne Ratsperioden hinweg verfolgt werden muss.“ sagt Hanna Nora Meyer, Fraktionsvorsitzende der SPD Hennef.
