Friedrich Merz beim 2. Hennefer Stadiongespräch

25. August 2021 in Meldungen, Zu Gast

Mehr als 200 Gäste konnte der Hennefer CDU-Vorsitzende Thomas Wallau zum 2. Hennefer Stadiongespräch im vollbesetzten Stadion des FC Hennef 05 begrüßen. Mit Friedrich Merz war es der Hennefpartei erneut gelungen, einen Spitzenpolitiker nach Hennef zu holen.

Friedrich Merz polarisiert und bewegt die Gemüter wie kein Zweiter – man ist begeisterter Anhänger oder erklärter Gegner. Die Rede ist von Friedrich Merz. Seit 1972 Mitglied der CDU ist der 66-jährige aus der Politik kaum mehr wegzudenken, bis 2009 war er fünfzehn Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Er sei einer der hellsten Köpfe der deutschen Politik, sagte Thomas Wallau zur Begrüßung, und oft zu Gast in Hennef, allerdings bis dato nur privat. Das änderte sich mit dem 2. Stadiongespräch der CDU Hennef, das bereits für das vergangene Jahr anlässlich des 50-jährigen Jubiläumsjahres der „Hennefpartei“ geplant war und das sich als nunmehr 14. Fabrikgespräch in dieses informativ hochkarätige Veranstaltungsformat einreihen sollte.

In der Funktion des Moderators wie gewohnt Regierungspräsident a. D. Hans Peter Lindlar, der Friedrich Merz mit Fragen zur Bezahlbarkeit des Klimawandels, zur Sicherheit der Bürger, zu Themen wie „Die CDU als Volkspartei“ und dem Prozedere der Briefwahl mit Blick auf die USA konfrontierte. Zu Gast an diesem Abend war ebenfalls MdB Lisa Winkelmeier-Becker, die seit 2005 stets direkt gewählt wurde und mir der wir wir eine verlässliche und engagierte Abgeordnete haben, die auch in Zukunft unsere Anliegen nachhaltig in Berlin vertreten wird. Auch unser Landtagsabgeordneter Björn Franken war vor Ort. 

Mit aktuellen und brisanten Themen wie dem Klimawandel, der Lage in Afghanistan, der zukünftigen Europapolitik und nicht zuletzt dem Fördern der jungen Generation setze Friedrich Merz zunächst wesentliche Akzente und beeindruckte die mehr als 200 Gäste im Anton-Klein-Sportpark eloquent mit belastbaren Fakten und klaren Statements – die anstehende Bundestagswahl dabei immer im Blick. Und diese Wahl sei richtungsweisend und finde weltweit nach der US-Präsidentschaftswahl die größte Beachtung, so Merz. „Das ist die erste Bundestagswahl nach 1949 ohne einen sich wieder bewerbenden Amtsinhaber“, erklärte der gebürtige Nordrhein-Westfale, und sie falle in eine Zeit großer Herausforderungen. „Wir leben hier seit über 70 Jahren in Frieden, Freiheit und Wohlstand und dabei ist es nicht egal, wie ein Land geführt wird.“ Und gerade jetzt stünden wesentliche Grundentscheidungen an, die es auf verschiedensten Ebenen zu treffen gelte.

Wie den Klimawandel. Ihn zu leugnen, davor warnte Merz eindrücklich. „Wir haben ein wirkliches Problem“, so Merz und alles zu verbieten, sei dabei keine Lösung. „Dieses Land steigt zu viel aus. Wir müssen endlich mal wieder einsteigen“, sagte Merz und stellte klar, dass es sinnvoll sei, zunächst nachhaltige Alternativen zu finden, bevor andere abgestellt würden. Denn bezogen auf die Stromversorgung sei der Bedarf sowohl in der Industrie als auch in privaten Haushalten hoch und wird bei nicht ausreichender Versorgung mangels Alternativen aus dem Ausland exportiert. Sich seitens der Politik einseitig auf die Elektroenergie festzulegen, sei ebenso falsch, betonte der CDU-Politiker. Vielmehr sei es wichtig, jede Möglichkeit offen zu lassen. „Es ist die Stunde der Ingenieure. Lasst sie arbeiten.“ Wenn man politisch nichts ausschließe und verbiete, werde es in den kommenden Jahren in verschiedensten Bereichen Technologiesprünge geben, die heute noch unvorstellbar seien. „Wir stehen vor der größten Transformation, die es je gegeben hat und ich glaube, Innovation ist die Lösung“, so Merz.

Außenpolitisch umriss der 66-jährige klar, dass das Zeitalter der USA als Hüter des Weltfriedens zu Ende sei, die Europäer sich zukünftig selbst um die größer werdenden politischen Veränderungen in ihrer mittelbaren und unmittelbaren Umgebung kümmern müssten. Dabei sei es vor allem auch notwendig, europäische Interessen gegenüber China klar zu formulieren. Ebenfalls sei der islamistische Terrorismus eine Bedrohung, die uns noch lange beschäftigen werde, aus der Afghanistan-Politik gelte es, die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Für die kommende Bundestagswahl und seine Partei findet Merz klare Worte: „Wir werden Prioritäten setzen müssen. Wenn etwas geht, dann muss es für die junge Generation gehen; denn wir brauchen einen neuen Generationenvertrag! Wir werden öfter Nein als Ja sagen können, aber wir haben eine feste Vorstellung, wie es für die Bundesrepublik weitergehen soll“, betont Merz abschließend. „Meine Generation hat jetzt die Verantwortung, den späteren Generationen die gleichen Perspektiven bieten zu können, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten hatten!“

CDU hakt nach: Keine Luftfilter an Hennefer Schulen?

18. August 2021 in Meldungen

Laut dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung Hennef werden keine Luftfilter in Hennefer Schulen eingebaut. Die Räume, die gelüftet werden können, werden gelüftet, die anderen einfach nicht benutzt.

Das hat uns erstaunt und es ergeben sich aus unserer Sicht Fragen:

1. Ist dieses Vorgehen grundsätzlich mit der Politik abgestimmt?

2. Wie wurde dieses Vorgehen kommuniziert, auch in den Kreis der Schulen und der Stadtschulpflegschaft?

3. Um wie viele Räume handelt es sich, die unter diesen Bedingungen nicht belegt werden können?

4. Wieso sind diese Räume verzichtbar? In der Vergangenheit war stets Thema im Rahmen der Schulentwicklungsplanung, dass die Schulen räumlich mehr als ausgelastet sind, eigentlich zum Teil sogar Mehrbedarfe haben. Da erstaunt es sehr, dass jetzt Räume einfach leer bleiben können, zumal die Schulen nach den Sommerferien ja unter Vollbelegung laufen sollen.

5. Verstärkt wird dieses Thema in den Grundschulen durch die OGS – wie sind möglicherweise OGS-Räume betroffen? Auch hier wird seit Jahren Raumknappheit als wichtiges Problem benannt. Das passt nicht gut zusammen.

Wir verweisen in dem Zusammenhang auch noch einmal auf die Anfrage der FDP-Fraktion vom 25.05.2021 zu diesem Thema, auf die noch keine Antwort vorliegt.

„Die Zukunft der Hennefer Friedhöfe“

17. August 2021 in Meldungen

Die Hennefpartei diskutierte am 16.08.2021 in der Meys-Fabrik mit Vertretern der Hennefer Kirchen über das Thema: „Die Zukunft der Hennefer Friedhöfe“

Das Thema der Friedhöfe in Hennef beschäftigt Bürgerinnen und Bürger von Hennef gleichermaßen wie die Hennefer Politik. Daher war es für die Hennefer CDU mehr als wichtig und richtig, in dem zuständigen Ausschuss ein externes Gutachten zu beantragen.

Nachdem die Ergebnisse inzwischen vorliegen, wollen wir uns damit nicht nur fraktionsintern kritisch auseinandersetzen, sondern auch mit anderen darüber sprechen. So hatte die Hennefpartei die Verantwortlichen der Hennefer Kirchen zum Fachgespräch in die Meys-Fabrik eingeladen.

„Schon bei der Zusammensetzung unseres Teams zur Grünflächenkommission haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir für die Hennefer Bürgerinnen und Bürger die bestmöglichen Ergebnisse in diesem Gutachten erzielen können“, so Peter Ehrenberg, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Neben dem Parteivorsitzenden Thomas Wallau und dem Fraktionsvorsitzenden Ralf Offergeld standen alle Mitglieder der CDU in der Grünflächenkommission den Kirchenvertretern Rede und Antwort. „Aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Bestatter weiß ich, wie sensibel man mit dem Tod und dem Thema Bestattung umgehen muss“ so Dirk Busse (Mitglied in der Grünflächenkommission). In der Begrüßungsrede betonte der CDU Vorsitzende Thomas Wallau, dass das Thema Friedhöfe und die Bestattungskultur die Hennefpartei seit Jahren beschäftigt und dass man durch zahlreiche Anträge seit 2013 immer wieder dazu beigetragen hat, dass Hennefs Friedhöfe eine sichere Zukunft haben.

„Wir wollten nicht länger hinnehmen, dass die Friedhofsgebühren jährlich angehoben werden und damit Henneferinnen und Hennefer ihre Angehörige nicht in Hennef bestatten, da es in den Nachbarkommunen deutlich günstiger ist“, so Ralf Offergeld.

Daher waren die CDU-Vertreter dankbar, dass ein offener Brief aus dem Bereich der Pfarrgemeinde Hennef Ost, auch von Kirchenseite neue Ideen einbrachten, die man miteinander besprechen sollte. Dadurch entstand die Idee, diese und andere Vorschläge einmal mit allen Kirchenvertretern an einen Tisch zu besprechen. Kommissionsmitglied und Steinmetzmeister Max Heller bestärkte diese weitsichtige Entscheidung „Wir müssen das Bestattungsangebot dem aktuellen Bedarf der Bürger anpassen. Wir sehen, dass immer weniger Angehörige heute noch ein großes, pflegeintensives Familiengrab kaufen“. Was der CDU besonders am Herzen liegt ist die Tatsache, dass es sich jeder Hennefer Bürger und jede Hennefer Bürgerin leisten können muss, in Hennef würdevoll bestattet zu werden. „Wir haben in zahlreichen Arbeitssitzungen, das von externer Stelle errichtete Friedhofsgutachten ausgewertet. Es gab einige Auffälligkeiten bei denen wir den Kostenhebel ansetzen werden. Wir müssen Einsparung umsetzen, wo immer sie möglich sind“ so Markus Kania. Auch in Sachen Grünflächenpflege müssen neue finanzierbare Maßstäbe angesetzt werden. In diesem Themenbereich setzt die CDU auf die langjährige Erfahrung des Gärtnermeisters Peter Auerbach, der ebenso Mitglied in der Grünflächenkommission ist. „Wir müssen einen gesunden Mittelweg finden, mit dem wir unsere 12 Friedhöfe mit möglichst geringen Mitteln in einem würdigen und gepflegten Zustand halten müssen“, so Auerbach.

„Es war für das CDU Team außerordentlich wichtig, sich ein Meinungsbild der Kirchenvertreter einzuholen. Die Kirchen sind ein extrem wichtiger Bestandteil der Bestattungskultur. Die Anregungen und Ideen, für die es einen Konsens gab, wollen wir in die weiteren Beratungen und Entscheidungen mit einbeziehen“, so Peter Ehrenberg am Ende der zweistündigen Veranstaltung.