Die Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Stadt Hennef setzen sich gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit im Umfeld der Grundschule Am Steimel in Uckerath ein. Mit zwei Anträgen für den zuständigen Fachausschuss wollen die Fraktionen sowohl die Verkehrssituation entlang der Landesstraße L 268 „Zum Siegtal“ verbessern als auch ein Konzept für den Umgang mit sogenannten „Elterntaxis“ entwickeln lassen.
Ein Antrag sieht vor, im Bereich der Querungshilfe am sogenannten „Busrondell“ eine Ge-schwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h anzuordnen. Die Querung wird regelmäßig von Schüle-rinnen und Schülern auf dem Weg zur Grundschule genutzt und ist Bestandteil des Schulwege-plans der Stadt Hennef. Zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe ein öffentlicher Spielplatz.
Darüber hinaus soll im Bereich der Einmündung Schreinersbitze in die L 268 eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h erfolgen. Aufgrund der Kurvenlage ist der Einmündungsbereich nur eingeschränkt einsehbar. Fußgängerinnen und Fußgänger müssen dort zudem die Landesstraße queren, etwa um die Bushaltestellen auf dem Schulweg zu erreichen.
Langfristig soll außerdem geprüft werden, ob im weiteren Verlauf eine zusätzliche bauliche Querungshilfe eingerichtet werden kann. Da sich der betroffene Bereich außerhalb der ge-schlossenen Ortschaft befindet, soll hierfür der Landesbetrieb Straßen NRW in die Prüfung ein-bezogen werden.
„Gerade auf stark genutzten Schulwegen müssen wir alles daransetzen, die Sicherheit der Kin-der zu erhöhen. Die neue Straßenverkehrsordnung gibt uns hier zusätzliche Möglichkeiten, die wir konsequent nutzen sollten“, erklärt SPD-Ratsmitglied Ralf Jung.
Mit einem weiteren Antrag regen die beiden Fraktionen an, ein Konzept für eine sogenannte „El-terntaxi“-Zone rund um die Grundschule Am Steimel zu erarbeiten. Hintergrund ist die zuneh-mende Verkehrsbelastung im Umfeld der Schule, insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten.
Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, wodurch es regelmäßig zu unüber-sichtlichen Situationen kommt. Fahrzeuge halten unter anderem im engen Finkenweg, am Sei-tenstreifen der Straße „Zum Siegtal“ oder in der Buswendeschleife. Dies kann zusätzliche Ge-fahren für die Schülerinnen und Schüler verursachen.
Die Stadtverwaltung soll daher ein Konzept entwickeln, das die Interessen der Schule, der El-tern sowie der Anwohnerschaft berücksichtigt und gleichzeitig die Verkehrssicherheit verbes-sert. Auch die Ergebnisse der Vor-Ort-Untersuchung aus dem Masterplan Mobilität sollen in die Überlegungen einfließen.
„Wir wissen, dass die baulichen Möglichkeiten vor Ort begrenzt sind. Umso wichtiger ist ein strukturiertes Konzept, das klare und praktikable Lösungen für die Bring- und Abholsituation entwickelt und die Sicherheit der Kinder in den Mittelpunkt stellt“, betont Claudia Dederich, Ratsmitglied der CDU aus Uckerath.
Mit den beiden Anträgen wollen CDU und SPD kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf den Weg bringen und gleichzeitig langfristige Lösungen für die Situation rund um die Schule entwickeln.