Starkregen und Hochwasser – CDU fordert weitere Schritte

21. Februar 2025 in Meldungen

 Starkregen und Hochwasser sind hochsensible Themen, deren Risiken und Gefahren für die Sicherheit der Bürger und die Infrastruktur der Stadt letztmalig im Sommer 2021 in Hennef deutlich erfahrbar waren. Eine für Hennef erstellte Starkregengefahrenkarte gibt über eine Simulation einen Einblick in die möglichen katastrophalen Auswirkungen eines Starkregenereignisses extremen Ausmaßes in und um Hennef.

Doch welche Konsequenzen und welches entschlossenes Handeln ergeben sich aus den Feststellungen der Überflutungssimulation? Welche Schlussfolgerungen zieht die Stadt und welche konkreten Maßnahmen zum Riskomanagemement, der Gefahrenabwehr und zum Katastrophenschutz leiten sich daraus ab?

Mit einem umfangreichen Fragenkatalog zur Gefahren- und Risikoanalyse Starkregen, der Gefahrenprävention und Gefahrenabwehr Starkregen, dem Krisenmanagement und Katastrophenschutz fragt die CDU im vierten Jahr nach den Sommerereignissen von 2021 nach dem aktuellen Stand.  

Die Gefahrenlage für Hennef wird am Beispiel des Hanfbachs deutlich. Hennef liegt im Mündungsbreich der Hanfbachs als natürlicher Vorfluter zur Sieg. Der Mündungsbereich ist im Stadtzentrum überbaut. Der Hanfbach mit seinem beträchtlichen Gewässereinzugsgebiet von rund 50 km2 muss sein Wasser über ein „Nadelöhr“ in die Sieg abführen. Retentionsflächen sind nur begrenzt verfügbar, eine Strategie zu deren Erweiterung fehlt. Die Simulation bestätigt daher nur das Naheliegende. Ein extremes Starkregenereignis im Einzugsgebiet des Hanfbachs kann in Hennef zu einem katastrophalen Verlauf führen mit extremem Gefährungspotential für die Sicherheit der Hennefer Bürger, der Vermögenswerte und Infrastruktur der Stadt.

„Die aktive Befassung mit den Themen Starkregen und Hochwasser ist für in unserer Stadt von prioritärer Bedeutung. Wenn der Fall eintreten sollte, dass wir von enormen Wassermassen bedroht sind, müssen wir maximal vorbereitet sein. Zu den derzeitigen Vorkehrungen zur Prävention und Gefahrenabwehr zum Schutz der Menschen haken wir jetzt nach. Das Thema muss weiter im Fokus bleiben und im Rathaus mit  höchster Priorität bearbeitet werden“, so Peter Ehrenberg (Umweltpolitischer Sprecher der CDU).

Senioren Union Hennef im Macke-Museum

19. Februar 2025 in Meldungen, SU


Mit dem Besuch des August-Macke- Museums in Bonn startete die Senioren Union bereits Mitte Februar ihre Veranstaltungsreihe.
Unser Besuch umfasste zum einen das Künstler- und Wohnhaus, das August Macke mit seiner Familie vier Jahre lang bewohnte, bis der 27-Jährige bereits in den ersten Kriegswochen des ersten Weltkrieges nahe Verdun fiel.
Viele Zeugnisse aus seinem Leben, Möbel, Fotos, Berichte, aber auch interaktive Bildschirme machen die Stationen seines privaten und künstlerischen Lebens nachvollziehbar.
Besonders beeindruckend und tragisch, dass Macke noch im Frühjahr 1914 mit seinen Malerkollegen Paul Klee und Franz Marc die Tunis-Reise unternahm, danach fanden seine Bilder zur der Strahlkraft der Farben, die den Höhepunkt seiner Kunst darstellen. In den wenigen Monaten bis zu seiner Einberufung schuf er 36 Gemälde.
Seit sieben Jahren gibt es den modernen Anbau, in dem Sonderausstellungen stattfinden, die gegenwärtige „DER RHEIN – BILDER VOM STROM UND FLUSS DES LEBENS“ war unser weiteres Ziel. Hier wurden mehr als 120 Kunstwerke aus privatem Besitz zusammengetragen, alle mit dem Rhein als Motiv und alle in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts von jungen Künstlern des Rheinlandes geschaffen.
Die Kunsthistorikerin Frau Bornheim-Prang verstand es hervorragend, uns die vielseitigen Herangehensweisen der Künstler, die unterschiedlichen Malweisen, Perspektiven, Wirkungen der Werke zu erklären. Auch die Bildinhalte sind sehr verschieden, der Rhein als Teil einer Naturlandschaft, aber auch malerische Ortschaften entlang des Flusses. Zudem findet auch die fortschreitende Industrialisierung Eingang, die rauchenden Schlote der Fabriken und immer wieder die Rauchfahnen der Dampfschiffe auf dem Fluss.

Nach unserer Rückkehr ließen wir unseren ersten Ausflug im Wirtshaus bei leckerem Essen und munteren Gesprächen ausklingen. Text: E. Kreienbruch
Wenn Sie sich für unsere Veranstaltungen interessieren und sich eine Mitgliedschaft vorstellen können: Die einzige Bedingung ist, dass Sie 60 Jahre alt sind, gerne älter.
Weitere Infos unter SenU Hennef, Lydia Merx, Jahnstraße 8; Lydia.merx@hennefpartei.de

Trotz großer Bedenken: Fahrradparkhaus wird durch SPD und Grüne-Mehrheit weiter vorangetrieben

18. Februar 2025 in Meldungen

Das Fahrradparkhaus auf dem Place Le Pecq hinter dem Bahnhof soll weitergeplant und gebaut werden. Das ist das Abstimmungsergebnis der Sitzung des Bauausschusses, in der mit den Stimmen von SPD und Grünen, gegen die Stimmen der CDU, ein entsprechender Beschluss gefasst wurde.

In den letzten Jahren war das Fahrradparkhaus mehrfach in der Diskussion, wobei wir auf die bis zum heutigen Tag fehlenden Informationen hingewiesen haben, die zwingend erforderlich sind, um angesichts der immensen Kosten eine vertretbare Entscheidung zu treffen.

Weil Informationen fehlen, hatten wir eine Sperrung der finanziellen Mittel beantragt und eine weitergehende Planung abgelehnt. Die Mehrheit im Rat und im Ausschuss sah dies jedoch anders.

Nun wurden zwar bereits mehr als 400.000 Euro für ein Konzept ausgegeben, es fehlen jedoch immer noch die Antworten auf wichtige Fragen:

  • Wie sieht das Betriebskonzept aus? Welche Einnahmen (Nutzungsentgelte und Mieten) bzw. Ausgaben sind hier einkalkuliert?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten / Betriebskosten für das Gebäude?
  • Wurde der entsprechende Bedarf über die Befragung von 400 Radfahrern hinaus überprüft, z.B. durch Zählungen der Radfahrer oder der abgestellten Räder in den oftmals leeren Fahrradboxen an der Mittelstraße? Wie häufig fand diese Überprüfung zur Festlegung einer belastbaren Berechnung statt?
  • Welches Konzept ist für die bisherigen Abstellanlagen erarbeitet? Was soll an dieser Stelle entstehen und wie hoch sind hierfür die prognostizierten Kosten?
  • Welche Risikokosten /Kosten für Unvorhergesehenes sind eingeplant? Bei einem Bauwerk dieser Größenordnung von derzeit 4,2 Millionen sind normalerweise 10-15% für Kostensteigerungen einzuplanen.
  • Welcher Personalaufwand wird entstehen? In dem Gebäude sollte auch Tourist-Office (betrieben durch die Stadt) inklusive Fahrradverleih eingerichtet werden.

„All diese noch immer offenen Fragen zeigen, dass SPD und Grüne sich hier auf ein riskantes Unternehmen einlassen, das schließlich alle Bürgerinnen und Bürger mit ihren Steuergeldern bezahlen müssen. Jede zusätzliche Ausgabe, die über die Bundesförderung hinaus geht, wird voll zu Lasten der Henneferinnen und Hennefer gehen.“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Sören Schilling.

Die Stadt rechnet – Stand jetzt – 4,2 Mio. Euro für ein Fahrradparkhaus mit 420 Stellplätzen aus. Das sind ca. 10.000 Euro für jeden Parkplatz. Addiert man 10% für Unvorhergesehenes und 10% Risikozuschlag – so wie bei besonderen Projekten üblich, steigen die Gesamtkosten bereits auf 5,14 Mio. Euro. Der Eigenanteil sinkt damit von 85,6% auf 71,3 %.

Die Folgekosten sind nicht im Haushalt eingestellt und nicht abgeschätzt in der städtischen Vorlage des Bürgermeisters. In einer einfachen Abschätzung unter Berücksichtigung der Auflösung Sonderposten, Abschreibung, laufende Unterhaltung, Energie und Zinsen kommen rund 200.000 Euro dazu, ebenfalls Personalkosten.

Uns scheint, dass hier noch auf die Schnelle ein Prestigeprojekt des Bürgermeisters vor der Kommunalwahl durchgejagt werden soll: natürlich mit Verweis auf die Fördermittel

Der städtische Haushalt hat aktuell laufende Investitionen, die massiv binden. Hinzu kommen die ständig steigenden Belastungen, die – mittelbar oder unmittelbar ereilen – in der Regel ohne ausreichenden finanziellen Ausgleich. Beispiele hierfür sind: Umbau Conet-Gebäude, Sporthalle in der Geisbach, KiTa an der Meiersheide, Sanierung Kreuzung am Autobahnende der A560/B8.

Auch unter den jetzt vorliegenden Informationen bleibt die CDU bei der Auffassung:  Derzeit ist ein solches Bauwerk – auch wenn dieses modellhaft und eine Vorbildfunktion für weitere Projekte im Bundesgebiet sein kann – finanziell für die Stadt nicht leistbar bei einem verantwortungsvollen Umgang mit den städtischen Finanzen.

Wir sprechen uns für die Förderung des Radverkehrs in Hennef aus, aber ohne teure Prestigeprojekte, das Zubauen eines zentralen Platzes, die Fällung der dort in den letzten Jahren hoch gewachsenen Bäume und die erkennbare Verschwendung von Steuergeldern, für den großen Bau und durch den Betrieb in den Folgejahren. Vorschläge haben wir mehrere wiederholt in die politische Beratung eingebracht. Sie liegen seitens der Stadt auf Eis.

Wir sind davon überzeugt, dass eine Lösung im bestehenden P+R Parkhaus weitaus günstiger, schneller und nachhaltiger realisierbar ist. Insbesondere sind die Folgekosten bleiben überschaubarer. Bei Notwendigkeit ist dann eine Weiterentwicklung sukzessive überprüfbar.

In herausfordernden finanziellen Situationen muss ein Projekt auch gestoppt werden, wenn das Gesamtprojekt absehbar nicht getragen werden kann.

 

Bildnachweis: Visualisierung der Radstation © SLB Architekten / Stadt Hennef