Deutschland in Zeiten des Krieges – Ein Gesprächs- und Informationsabend mit Roderich Kiesewetter

16. September 2022 in Meldungen, Zu Gast

Die CDU Hennef konnte den CDU-Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden des Parlamentarischen Kontrollgremiums Roderich Kiesewetter für einen Gesprächs- und Informationsabend im Hennefer Kurhäuschen unter der Moderation von Regierungspräsident a. D. Hans-Peter Lindlar zum Thema „Deutschland in Zeiten des Krieges – Auswirkungen, Herausforderungen, Zukunft“ gewinnen.
Kiesewetter hielt zunächst einen fesselnden Vortrag über die aktuelle militärische und zivile Situation in der Ukraine, beleuchtete den Kriegsführer Russland, gab eine Einschätzung zur Rolle Chinas und der Zukunft Taiwans und stellte mögliche Szenarien zum Ausgang des Kriegs in der Ukraine und des daraus folgenden Umgangs der westlichen Staaten mit Russland vor.
Im Anschluss konnten alle Interessierten ihre Fragen an Kiesewetter, der auch Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Gemeinsamen Ausschuss des Bundestags ist, stellen.
Kiesewetter stellte dar, wie dramatisch die Lage insbesondere der Zivilbevölkerung, wie die aktuelle Lage des russischen Militärs in den umkämpften Gebieten in der Ukraine ist.
Ohne Details zu nennen machte Kiesewetter deutlich, dass es im Zuge der Kriegshandlungen seit Ende Februar 2022 zu schwerwiegenden und grausamen Kriegsverbrechen zum Nachteil der ukrainischen Bevölkerung durch die russischen Besatzer gekommen ist.
Er berichtete auch von seiner gemeinsamen Reise mit dem CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz nach Kiew im

Sommer und von seinem dortigen Treffen mit dem ukrainischen Staatspräsident Selenskyj. Ungefähr eine Stunde habe das persönliche Treffen damals gedauert und er habe den Eindruck, dass Selenskyj „den Laden dort vor Ort zusammenhalte“, so Kiesewetter.
Es sei wichtig, dass sich Selenskyj als ukrainischer Staatspräsident halte. Anderenfalls würde die alte ukrainische Geldelite mit wohl zweifelhaften Motiven zurückkehren und die Zukunft der Ukraine sei auch dann ungewiss.
Kiesewetter stellte auch die dramatischen Folgen heraus, wenn die deutsche Bundesregierung und allen voran Bundeskanzler Olaf Scholz weiterhin nur mit großer Zögerlichkeit Waffen an die Ukraine liefere bzw. über Dritte liefern lasse und bestimmte Waffen wie Marder, Fuchs oder Leopard weiterhin gar nicht liefere.
Ohne die aktuell wesentlich großzügigeren Waffenlieferungen seitens der US-Amerikaner würde die Verteidigung der Ukraine überhaupt nicht funktionieren.
Zu Recht habe sich Polen beleidigt gezeigt, als Deutschland zuletzt äußerte, im Ringtausch zwanzig Leopard-2-Panzer liefern zu wollen. Die Anfrage der Polen an Deutschland auf einen Ringtausch stammte bereits aus April 2022 und bezog sich tatsächlich auf eine deutlich dreistellige Zahl von großen Waffen. Diese Anfrage wurde jedoch erst im Juni 2022 seitens der Bundesregierung überhaupt beantwortet und dann auch nur in genannter, völlig abgespeckter Zahl.
„Das Ziel muss sein, dass die Ukraine den Krieg gewinnt, Russland sich vollkommen zurückzieht und für die Schäden aufkommt.“, so Kiesewetter.
Dazu benötige das Land Waffenlieferungen im großen Stil auch von Deutschland, stellte Oberst a. D. Kiesewetter klar.

Bericht aus dem Planungsausschuss

8. September 2022 in Meldungen

Der Verkehrsversuch Schulcampus startet! Hierzu werden demnächst Schilder, Markierungen und Schranken angebracht, um das Gebiet kenntlich zu machen. Für die Schüler, Eltern und Lehrer, die Gymnasium oder Gesamtschule West anfahren möchten, wird sich einiges ändern – aus unserer Sicht im Sinne des Schulcampus zum Besseren. Die Anwohner können ihre Häuser weiterhin ohne Einschränkungen erreichen. Betroffen sind sie nur, wenn sie z.B. aus der Kegelswies nicht mehr direkt über die Fritz-Jacobi-Straße zur Autobahn fahren können, sondern über die Königsstraße fahren müssen.

„Der Schulcampus wird die Aufenthaltsqualität im Bereich zwischen Gymnasium, Gesamtschule West, Kindergarten und Berufsschule deutlich verbessern. Weniger motorisierter Verkehr, aber mehr Fahrräder und Begrünung mit Pflanzen sind nur einige Stichworte. Wir freuen uns, dass unser Antrag nun auf der Zielgeraden angekommen ist!“, erklärt Dirk Mikolajczak, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Der Wohnbau in Hennef war Gegenstand eines ausgearbeiteten Handlungskonzeptes und seiner Vorstellung im Ausschuss. Um die Schaffung von Wohnraum in Zukunft besser steuern zu können und auf die Bedürfnisse der Henneferinnen und Hennefer anzupassen, wird es einen Workshop geben und in der Ausschusssitzung im November ein Beschluss gefasst, mit dem die Zielevorstellungen konkretisiert werden sollen.

Für eine Radstation auf dem Place Le Pecq wurden im Ausschuss zwei verschiedene Varianten vorgelegt. Unsere Vorschläge für einen Standort in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, ohne den Place le Pecq zu bebauen, wurden durch die Stadt Hennef nicht weiter verfolgt. Die beiden nun vorgestellten Varianten liegen dementsprechend beide direkt auf dem Platz. Die erste Variante ist mit vier Stockwerken vollkommen überdimensioniert. Die zweite Variante umfasst auch ein Kellergeschoss, dass von der Bahnhofsunterführung aus erreichbar sein soll. Die Baukosten in Millionenhöhe machen das Projekt zu einem großen Wagnis für die Stadt, das nur mit einer hohen Förderung von min. 90% überhaupt zu stemmen ist. Die Suche nach Fördergebern wurde dementsprechend heute im Ausschuss beauftragt.

„Wir haben darauf gedrängt sämtliche Kosten, auch die, die bisher nicht dargelegt wurden sowie die Folgekosten offenzulegen!“, so Dirk Mikolajczak. „Das Projekt Radstation werden wir weiterhin konstruktiv begleiten, jedoch im Hinblick auf die finanzielle Situation der Stadt im Haushaltssicherungskonzept durchaus kritisch auf die Planung schauen.“

Effelsberg und Bad Münstereifel – Seniorenunion Hennef besuchte eines der größten Radioteleskope der Erde.

2. September 2022 in Meldungen, SU

Hennef-fh- Vom Place Le Pecq bis nach Effelsberg nahe Bad Münstereifel ist es nur eine gute Stunde Busfahrt. Die 41 Teilnehmer der Seniorenunion Hennef machten sich auf, eines der größten Radioteleskope der Welt zu besichtigen.
Von 1967 bis 1971 wurde es gebaut und am 1.August 1972 in Betrieb genommen. Betreiber ist das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Mit 100 Metern Durchmesser gehört es zu den beiden größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde. Das Gesamtgewicht beträgt 3200 Tonnen und der Drehbereich des Reflektor beträgt 480 Grad. Dr. Joachim Wallasch nahm die Teilnehmer im Besucherzentrum in Empfang und erklärte Ihnen in einem 90minütigem Vortrag die Funktionen des Teleskop und die Arbeit des Institutes.
Beobachtung von Radiostrahlungen aus dem gesamten Kosmos, kalte Gas- und Staubwolken, Sternentstehungsgebiete, Magnetfelder, Galaxien in der Milchstraße, Schwarze Löcher…, keine leichte Kost, aber wissenschaftlich fundiertes Wissen, was der Physiker den Gästen vermittelte. Beruhigend war, das ein Radioteleskop funktioniert wie eine Satellitenschüssel zu Hause, nur eben etwas größer.
Mitglieder und Freunde der Seniorenunion spendeten viel Beifall für den mit viel Witz und Enthusiasmus gehaltenen Vortrag von Dr.
Wallasch. Das Teleskop selber konnte man leider nur von der Besucherplattform besichtigen, im Juli und August werden tagsüber Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Nach soviel Wissenschaft hatte Vorstandsmitglied Bernhard Halbig zum Mittagessen Plätze reserviert in Bad Münstereifel. „Em Höttchen“ befindet sich im Herzen der Stadt in der Fußgängerzone in der Werther Straße.
Im neu gestalteten Restaurant gab es wohlschmeckende Köstlichkeiten aus der Eifel wie z.B. Schnitzel und Flammkuchen in vielen Variationen. So gestärkt und erholt nach der Mittagspause gab es noch eine Führung durch die Stadt. Bewohner und und Geschäfte kämpfen immer noch mit den Folgen der Hochwasserkatastrophe vor einem Jahr. So war die Seniorenunion aus Hennef einer der ersten Gruppen, die von der Stadt eine Führung durch die neugestaltete Fußgängerzone bekam. Vom Orchheimer Tor ging es vorbei an vielen Geschäften, überall die Hinweise: „öffnet bald“ oder „wir kommen wieder“. Auffallend auch die Schutzmaßnahmen an der Erft, hier wird die Begrenzung mit Natursteinen wieder hergestellt und erneuert. Eine Besichtigung des „Roten Rathauses“ und des Michael-Gymnasium war leider nur von außen möglich. Dafür entschädigte der Besuch in der Jesuiten Kirche. Der Weg zur Burg ist leider auch noch nicht möglich. Am Werther Tor
verabschiedeten die beiden Stadtführer die Gruppe aus Hennef, die die Bewohner erlebt hatten, wie Sie ihre Stadt mit Kraft, Mut und Hoffnung wieder neu aufbauen. Der Bitte eines Cafe-Besitzers: „Kommen Sie wieder“ werden die Mitglieder und Freunde der Seniorenunion gerne nachkommen.
Ein Ausflug zum „ersten innerörtlichen City Outlet Europas“ lohnt sich allemal und jetzt erst recht. Mit diesen Eindrücken stieg man am (Geister-) Bahnhof in den Bus nach Hennef ein. Chauffeur Michael brachte die Gruppe sicher zurück zum Place Le Pecq. Schon jetzt darf man gespannt sein auf die weiteren Veranstaltungen der Seniorenunion Hennef.

v.i.S.d.P.NRW: Reinhard Faßbender für Seniorenunion Hennef